
Hundeinteraktionen richtig einschätzen – Konflikte und Aggression verstehen
Nachdem wir uns im ersten Teil mit den feinen, oft leisen Signalen und dem defensiven Verhalten beschäftigt haben, widmen wir uns in diesem zweiten Teil der dynamischen Interaktion sowie den offensiveren Facetten der hündischen Kommunikation. Spiel oder Ernst? Faires Grenzen setzen oder bereits Mobbing? Das richtige Einschätzen von Hundebegegnungen und ein tieferes Verständnis für das oft tabuisierte Thema Aggression sind essenziell, um unsere Hunde sicher und souverän durch den Alltag zu führen.
Dieser Themenabend bringt Licht ins Dunkel von komplexen Verhaltensweisen und rasanten Hundebegegnungen.
Zielgruppe
Dieser Abend richtet sich an:
Interessierte Hundehalter*innen, die Hundebegegnungen besser lesen können möchten und Sicherheit im Umgang mit Konfliktsituationen suchen.
Fachpersonen (wie Hundetrainerinnen, Tierpflegerinnen, Dogwalker*innen), die ihr Auge für dynamische Interaktionen und aggressive Verhaltensweisen schulen möchten.
(Hinweis: Der Besuch von Teil 1 wird empfohlen, ist aber keine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an Teil 2).
Inhalte von Teil 2
An diesem zweiten Abend gehen wir ans Eingemachte und analysieren das Verhalten in der direkten Konfrontation und Interaktion:
Offensives Drohverhalten:
Im Gegensatz zum defensiven Drohen, bei dem der Hund meist aus Selbstschutz Distanz schaffen möchte, ist die offensive Kommunikation nach vorne gerichtet. Wir beleuchten das Imponierverhalten, das Fixieren, den nach vorn verlagerten Körperschwerpunkt und die steife Körperspannung. Wie unterscheidet sich die Motivation zum defensiven Hund und woran erkennen wir den Kipppunkt zur Eskalation?
Kommunikation unter Hunden verstehen und interpretieren:
Hundebegegnungen laufen oft blitzschnell ab. Wir schulen unser Auge für die rasante Kommunikation unter Artgenossen: Wie sieht echtes, faires Spiel aus? Woran erkenne ich Mobbing oder einseitige Kontrolle?
Aggression verstehen:
Aggressives Verhalten ist keine bösartige Charaktereigenschaft, sondern gehört zum normalen, biologisch sinnvollen Kommunikationsrepertoire unserer Hunde. Wir enttabuisieren das Thema und schauen uns die Eskalationsleiter an. Warum zeigt ein Hund Aggression (z.B. ressourcenbedingt, aus Frust, territorial oder erlernt)? Wer die Motivation und Emotion hinter dem Verhalten versteht, kann nicht nur fairer urteilen, sondern auch lösungsorientiert handeln.
Methodik: Da gerade Hundeinteraktionen sehr schnell ablaufen, arbeiten wir an diesem Abend intensiv mit Videoanalysen (auch in Zeitlupe), um die feinen Details und Reaktionen innerhalb von Millisekunden sichtbar zu machen.
Theorieseminar ohne Praxiseinheiten. Wir bitten darum eure Hunde wenn möglich zuhause zu lassen. Hunde die ruhig liegen können und den Unterricht nicht stören, dürfen in den Seminarraum mitgebracht werden.


